verschollen


verschollen

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ver|schol|len [fɛɐ̯'ʃɔlən] <Adj.>:
für längere Zeit abwesend und nicht auffindbar, für verloren gehalten oder als tot betrachtet:
sie ist seit zehn Jahren verschollen; das Flugzeug war verschollen; manchmal ist er tagelang verschollen; eine bisher als verschollen geltende Handschrift wurde im Keller des Museums gefunden.
Syn.: unauffindbar, vermisst.

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ver|schọl|len 〈Adj.〉 seit langer Zeit abwesend mit unbekanntem Aufenthaltsort ● er ist \verschollen; das Schiff ist in der Arktis \verschollen [Part. Perf. des ungebräuchl. Verbs verschallen „aufhören zu schallen, verklingen“]

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ver|schọl|len <Adj.> [eigtl. veraltetes 2. Part. von verschallen, also eigtl. = verhallt, verklungen]:
seit längerer Zeit mit unbekanntem Verbleib abwesend, für tot gehalten; unauffindbar, für verloren gehalten:
-e Angehörige;
eine bisher -e antike Handschrift;
ein -es Werk;
ihr Vater ist im Krieg v.;
manchmal blieb sie tagelang v. (unauffindbar);
meine Stiefel waren einfach v. (nicht aufzufinden).

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ver|schọl|len <Adj.> [eigtl. veraltetes 2. Part. von ↑verschallen, also eigtl. = verhallt, verklungen]: seit längerer Zeit mit unbekanntem Verbleib abwesend, für tot gehalten; unauffindbar, für verloren gehalten: -e Angehörige; eine bisher -e antike Handschrift; ein -es Werk; ihr Vater ist im Krieg v.; ein v. geglaubter Freund; Manchmal kehrte er abends nicht nach Hause zurück, blieb tagelang v. (unauffindbar; Süskind, Parfum 35); So wie mir das neulich passiert ist, als ... plötzlich mein Gummistiefel verschwunden war. Einfach v. (ugs. scherzh.; weg, nicht aufzufinden; Straessle, Herzradieschen 8).

Universal-Lexikon. 2012.

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